5:15 Uhr Oh nein aufstehen nicht aufstehen ich hatte gehört der Sonnenuntergang- Quatsch-aufgang, ich bin noch müde- der soll toll sein hier, in Oysterbay, irgendwo in the Middle of Nowhere oder vielleicht sogar am Rande of No-where
5:15 Uhr. Ich steh auf- Ich steh nicht auf- Ich steh auf- Ich steh nicht auf. Ich steh auf. Verdammt, ich möcht das sehen.
5:15 Uhr Mein Internet sagt Sonnenaufgang 5:52 Uhr …Aufstehen- ich habe mich entschieden. Ich beeile mich. Irgendwo liegen meine Sachen. Ich spritze mir schnell etwas Wasser übers Gesicht, waschen, richtig ? Jetzt nicht, später!Die Kamera- hm, wo ist nur die Kamera, na, da liegt sie. Ich packe sie schnell ein, die Kamera, das Handy, die Objektive. Eine Jacke, brauche ich eine Jacke? Ja, ich glaube, es ist kalt. Ich gehe raus. Draußen ist es stockdunkel. Mir ist kalt. Soll ich doch hier bleiben, nein ich gehe, okay, ich laufe los, es ist
5:25 Ich habe ziemlich genau 25 Minuten. Der Himmel wird schon rot, ob ich zu spät bin, ob mein Internet stimmt, hab ich es auf diese Position eingestellt? Ich glaub’ schon, ich laufe los, es ist kalt. Langsam kommt die Sonne hoch. Ich sehe, wie sich der Himmel langsam rötlich färbt, hinter den Büschen, es ist ein anstrengender Weg. Ein Hohlweg- viel Sand. Ich hab’ Sand in den Schuhen. Soll ich barfuß, nein, um diese Uhrzeit geh’ ich lieber nicht barfuß.Ich gehe also, Sand in den Schuhen, weiter.
5:48 Ich bin angekommen. Der Himmel ist jetzt glutrot. Wow, ich bin froh, dass ich das gemacht hab’, ich schau noch mal. Oh nein, die Sonne geht nicht über dem Meer auf, sondern da hinten, am Berg, aber vielleicht ist es trotzdem chic, ich zücke meine Kamera. Es wird immer heller, das Handy, die Kamera, welches Objektiv? Ach, es ist egal, vielleicht sollte ich es auch einfach genießen und mich in den Sand setzen, obwohl ein paar schöne Fotos wären schon schön. Also genießen und Fotos.
5:50 Ich nehme zuerst die Kamera, der Blick über die kleinen, sich kräuselnden Wellen ist atemberaubend. Wow, ist das schön und niemand hier. Keiner, der ganze Strand für mich. Viele, viele Kilometer nur für mich. Wow, ist das schön. Jetzt sehe ich, wie über dem Hügel das Licht immer intensiver wird, die Sonne kommt jeden Moment hoch, sie wirft immer mehr Licht über die Erde, wirft langsam ein orange-gelb übers Wasser, die ersten Sonnenstrahlen berühren die Meeresoberfläche, ich fotografiere, Kamera,Handy, Handy,Kamera. Wow, ist das schön. Ich dreh mich um.
5:52 Jetzt sehe ich den Feuerball langsam hochkommen. Ich bin so beeindruckt. Ich bin so beeindruckt. Was für ein tolles Gefühl. Südafrika irgendwo am Rande, ganz am Rande, da wo niemand ist. Kilometer langer Sandstrand, niemand- nur ich, tolles Wetter, kein Wind, die Sonne, Fotos. Wow, ist das schön.Ich genieße diese Momente, ich genieße das Licht. Ich genieße den Gedanken, hier sein zu dürfen, hier wo ich immer gerne hin wollte, wo die Sonne die Erde küsst, wo ich alleine bin mit mir, der Sonne, der Erde, dem Ozean, allem, wow- ist das toll.
6:00 Ich versinke in mir und genieße und…: Ich bin glücklich….. Ich entschließe mich, zurückzugehen.
8:00/8:30 Irgendwann um 8:00 Uhr oder um 8:30 Uhr. Ich hab’s vergessen, wartet das Frühstück auf mich. Frühstück mit den anderen, bestimmt ist das Frühstück lecker, wie immer in den letzten Tagen…. Vielleicht gibt es leckeren Kaffee oder Tee oder beides und irgendwas Schönes, Käse, Omelett oder Eggs Benedict, Orangenmarmelade aus einheimischen Früchten. Ach, es ist egal, der Feuerball hat mich so begeistert. Wow ist das schön, ich gehe zurück und freu mich auf den Tag.Wow, ist das schön

